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Abplatzung
-
oberflächliche, schalenförmige Fehlstelle.
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Aceton
- wasserklare,
leichtbewegliche, flüchtige Flüssigkeit mit angenehm
aromatischem Geruch. Wird vielseitig als Lösungsmittel zur
Reinigung und Entfettung eingesetzt. (Willmes:
Taschenbuch Chemische Substanzen, Frankfurt am Main 1993)
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Acrylfarbe
- in der Regel
wasservermalbare Farbe mit hoher Lichtechtheit und guter Haftung, auch
auf glatten Oberflächen, die deshalb besonders für
Retuschierarbeiten gut geeignet ist
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Acrylharz
-
Polymerisationsprodukt verschiedener Acryl- und
Metacrylsäureestern, dient u.a. auch zur Herstellung von
wässrigen Farbdispersionen - Acrylfarben.
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Airbrush
- Farbspritzen
mit Druckluft.
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Alkydharz
-Kunstharz auf
der Basis von Polyestern, das eine nachträgliche
Härtung (Vernetzung) unter Wärmeeinfluß
ermöglicht und besonders für die Lackherstellung
bedeutsam ist. (Willmes:
Taschenbuch Chemische Substanzen, Frankfurt am Main 1993)
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Aquarellfarbe
- Wasserfarbe
mit hoher Lichtechtheit und für Retuschierarbeiten auf
saugfähigem Material ausgezeichnet geeignet.
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Aquatinta
- grafisches
Tiefdruckverfahren zur Vervielfältigung feiner Aquarellmotive. (Autorenkollektiv:
Lexikon der Kunst, Leipzig 1968)
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Arbeitslampe
- Leuchte mit
Tageslichtcharakter für alle Farbvergleichsarbeiten und
Retuschen.
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Aufglasurmalerei
- Dekoration
von Porzellan und Keramik auf der Glasur mit Aufglasurschmelzfarbe, die
bei etwa 700°C bis 900°C eingebrannt wird.
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Bariumsulfat
- sehr
weißes Pigment, das auch als Füllstoff mit hoher
chemischer Beständigkeit und hoher Lichtechtheit eingesetzt
wird.
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Bindemittel
- Stoffe zum
Binden beziehungsweise Zusammenhalten und Verkleben anderer, besonders
pulverförmiger, Stoffe untereinander oder auf einem
Trägermaterial.
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Biskuitporzellan
- im Gutbrand
zwischen 1000°C bis 1400°C gebranntes, unglasiertes
Weißporzellan.
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Blattgold
-
Goldplättchen die in einer Goldschlägerei hergestellt
werden und in kleinen Büchern oder Heften angeboten werden.
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Blumenmalerei
-
Aufglasurmalerei auf Manufakturporzellan, die sich dem Genre der
Blumenmotive widmet.
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Böttger,
Johann Friedrich
- 04.02.1682
bis 13.03.1719
Er entwickelte unter Aufsicht des damaligen Staatsphysikers
E. W. v. Tschirnhaus die Rezepturen des Jaspisporzellans
(Böttgersteinzeug) und des Europäischen
Hartporzellans. Ursprünglich war Böttger mit
Versuchen zur Goldherstellung betraut.
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Böttgersteinzeug
- 1708 gelang
Böttger die Erfindung des braunen Steinzeuges, welches eine
Zeit lang als Jaspisporzellan chinesischen Erzeugnissen gleichgestellt
wurde. Das Steinzeug wird durch einen rotbraunen bis kaffeebraunen
harten, dichten Scherben charakterisiert und bestand wahrscheinlich aus
88 Teilen rotem Bolus und 12 Teilen geschlämmtem Lehm.
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Chintex
-
Kunstharzglasur (Alkydharz), die bei etwa 100°C im
Wärmeschrank nachgehärtet werden kann und zur
Porzellanrestaurierung eingesetzt wird. Neigt leicht zur Vergilbung.
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Cyanacrylatkleber
-
Sekundenkleber, wird selten in der Porzellanrestaurierung eingesetzt.
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Dekor
- ein- oder
mehrfarbige künstlerische Verzierung von Zier- und
Gebrauchsgegenständen.
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Dekorbrand
- Einbrennen
von Auf- und Inglasurfarben bei ca. 700°C bis 1250°C.
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Destilliertes
Wasser
- chemisch
reines Wasser, wird heute in der Regel mit Ionenaustauschern
hergestellt und in der Restaurierung vielseitig zur Reinigung,
Neutralisierung und Verdünnung eingesetzt.
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Drahtklammern
- wurden
früher zur Stabilisierung von Bruchstückverklebungen
eingesetzt.
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Dübel
- aus kleinen
Drahtstücken. Sie wurden früher senkrecht zum Bruch
in Bohrungen
verklebt, um vorgeblich höhere Festigkeiten der Klebung von
stark
beanspruchten Bereichen zu erzielen.
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Email
- auf
metallische, Glas oder Keramikwerkstoffe aufgeschmolzene glasige Masse.
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Einbrennen
-
oberflächliche Verbindung zweier Substanzen durch teilweise
Verschmelzung - aber auch falsche Bezeichnung für das
thermische Nachhärten von speziellen Lackfarben.
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Einbrennfarben
-
fälschliche Bezeichnung für Lackfarben die bei etwa
bis 200°C gehärtet werden. In der Regel erfolgt
hierbei kein Verschmelzen mit dem Trägermaterial - somit wird
der Lack auch nicht "eingebrannt".
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Entfetten
- Reinigung
von Bruchstücken bzw. zu klebenden Flächen mit
Aceton, um eine gute Haftung (Benetzbarkeit) des Klebemittels zu
erreichen.
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Entmineralisiertes
Wasser
- Destilliertes
Wasser
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Epoxidharz
- Kunstharz,
das mit einer Härterkomponente vermischt, nach dem reaktiven
Härtungsprozeß hochfeste Verklebungen mit guter
chemischer Beständigkeit ermöglicht. Die Typen
EPO-TEK und HYXTL eignen sich auch als Bindemittel zur Herstellung von
Ergänzungsmassen für Porzellan bei der Restaurierung.
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Ergänzung
-
Wiederherstellung fehlender Bereiche an Objekten (z.B. Abplatzungen,
Hände, Köpfe, Blätter, Blüten,
Dekoration...)
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Ergänzungsmasse
- Masse,
bestehend aus Bindemittel, Füllstoffen und Farbmitteln oder
Pigmenten, die gieß- oder modellierfähig ist und zur
Herstellung von Ergänzungen an Objekten geeignet ist.
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Farbe
- ist ein
Sinneseindruck, der dem Auge durch Strahlung bestimmter
Wellenlänge vermittelt wird. (Küppers:
Das Grundgesetz der Farbenlehre, Köln 1993)
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Farbmittel
- ist der
übergeordnete Begriff für Pigmente und Farbstoffe.
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Farbspritzen
- auch
Airbrush, Auftrag von Lack- oder Farbüberzügen mit
der Spritzpistole.
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Farbstoff
- Stoffe, die
geeignet sind, andere Materialien oder Oberflächen durch
Auftrag oder Untermischung farblich zu verändern.
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Fayence
- italienische
Majolika.
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Fleck
- allgemein:
Verunreinigung, die mehr oder weniger stark auf einer
Materialoberfläche haftet bzw. mit ihr verbunden ist - kann
auch mit der Oberfläche des Trägermaterials
"verschmolzen" sein.
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Form
-
Gieß-, Quetsch- oder Handform aus starrem oder elastischem,
porösem oder dichtem Material zur Reproduktion von
dreidimensionalen Modellen oder Modellteilen.
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Füllstoff
- feinpulvrige
Materialien die z.B. einem Bindemittel zugesetzt werden, um dessen
Eigenschaften zu beeinflussen.
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Gießmasse
- relativ
niederviskose Substanz, die durch chemisch-physikalische Reaktion oder
Verdampfung von organischen oder anorganischen Lösungsmitteln
aushärtet. In der Regel wird die Gießmasse mit
Füllstoffen und Farbmitteln oder Pigmenten verarbeitet und zur
Herstellung von plastischen Kopien eingesetzt.
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Glas
- nach Tamann
ist Glas eine unterkühlte Schmelze, die aus den
Grundrohstoffen Sand, Kaolin, Kalkstein und Kolmanit bei etwa
1600°C hergestellt wird. Durch die Variation der Rezeptur
lassen sich Gläser mit unterschiedlichen
chemisch-physikalischen Eigenschaften herstellen - z.B. Silikatglas
(Borosilikatglas - C-Glas) oder E-Glas (electrical) und andre. (Heuschkel/Muche: ABC Keramik, Leipzig 1975)
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Glasur
- farbloser,
klarer oder getrübter auch eingefärbter glasiger,
etwa 0,1 bis 0,5 mm dicker Überzug auf keramischen
Erzeugnissen, der auf restauratorischen Ergänzungen durch
Kunstharzüberzüge imitiert wird.
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Gold
- intensiv
gelb glänzendes, sehr weiches und schweres metallisches
chemisches Element, daß nach entsprechender Aufbereitung als
Poliergold und Glanzgold zur Dekoration keramischer Erzeugnisse
eingesetzt wird. (Heuschkel/Muche:
ABC Keramik, Leipzig 1975)
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Goldlacktechnik
-
altes asiatisches Verfahren zur Wiederherstellung von
beschädigten
Keramik- oder Porzellanobjekten unter Verwendung von Urushi und Gold.
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Hartporzellan
- Porzellan,
dessen Glattbrandtemperatur zwischen 1380°C und 1450°C
liegt. (Heuschkel/Muche: ABC
Keramik, Leipzig 1975)
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Henkel
-
Gefäßgriff
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Indischmalerei
- Malerei mit
asiatischen Motiven.
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Infiltrationsklebung
- Klebetechnik
bei der Glas- und Porzellanrestaurierung, die insbesondere dadurch
gekennzeichnet ist, dass die Bruchstücke "trocken"
zusammengesetzt und z.B. mit Klebestreifen geheftet werden. Auf die
Fuge wird danach ein niederviskoses Klebemittel (Epoxidharz)
aufgetragen, das durch die Kapillarwirkung in den Spalt gesaugt wird
und dort nach dem Aushärten die Bruchstücke fixiert.
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Inglasurfarbe
-
(Einsinkfarbe) als Aufglasurfarbe aufgetragene
Hochtemperatur-Schnellbrandfarbe, die bei etwa 1250°C in die
Glasur eingebrannt wird. (Heuschkel/Muche:
ABC Keramik, Leipzig 1975)
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Jesuitenporzellan
- chinesisches
Porzellan, das mit christlichen Motiven bemalt und zwischen 1736 und
1795 für den Export nach Europa hergestellt wurde. (Heuschkel/Muche: ABC Keramik, Leipzig 1975)
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Kaolin
- Tongestein,
das auf der Stätte seines Entstehens - primäre
Lagerstätte - lagert und deshalb mehr oder weniger stark so
genanntes Muttergestein, wie z.B. Glimmer, Quarz oder Feldspat
enthält (Rohkaolin), das durch Ausschlämmen entfernt
wird und der so entstandene Feinkaolin, ein Hauptrohstoff für
die Porzellanherstellung, entsteht. (Heuschkel/Muche:
ABC Keramik, Leipzig 1975)
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Kaltglasur
-
(Pseudoglasur) Bezeichnung für
Kunstharzüberzüge auf Ergänzungen bei der
Restaurierung von glasiertem Porzellan und glasierter Keramik.
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Kantenabplatzung
-
oberflächliche Materialabplatzung an Porzellan, Glas oder
Keramik im Bereich von Kanten (auch Bruchkanten).
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Keramik
- ist ein
Werkstoff, der aus einem anorganischen, nichtmetallischen Pulver
besteht, sich zu Gegenständen formen läßt
und durch einen Sinterprozeß verfestigt wird. (Heuschkel/Muche: ABC Keramik, Leipzig 1975)
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Kitt
- knet- oder
spachtelfähige Masse, zum Ausfüllen von Vertiefungen
bzw. Hohlräumen. Im übertragenen Sinne auch Kleber.
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Kleben
- Herstellung
einer mehr oder weniger festen Verbindung zwischen zwei Teilen durch
Hinzufügen eines Klebemittels.
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Klebstoff
- Material,
das geeignet ist, zwischen zwei Teilen eine mehr oder weniger feste
Verbindung herzustellen.
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Klebestreifen
-
dünnes streifenförmiges Material, das ein - oder
beidseitig mit einem Klebstoff versehen ist, der eine mehr oder weniger
feste Haftung auf einem festen Untergrund bewirkt. In der Restaurierung
werden in der Regel einseitige Klebestreifen zum Fixieren eingesetzt,
die sich einfach wieder abnehmen lassen.
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Kompressor
-
Gerät zur Erzeugung von Druckluft, das das Spritzen von
niederviskosen Medien (Farben, keramischen Glasuren) mittels
Spritzpistole ermöglicht.
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Konservieren
-
Durchführung von Maßnahmen zur Erhaltung von Kunst-
und Kulturgut oder die Behandlung von organischen Substanzen (z.B.
Lebensmittel, Humangewebe...) mit bestimmten Medien und Verfahren zur
begrenzten bis unbegrenzten Erhaltung.
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Krakelé
-
Dekorationsverfahren, bei dem die Entstehung von Haarrissen in der
Glasur absichtlich herbeigeführt wird. Dazu wird eine Glasur
mit einem größerem Ausdehnungskoeffizienten als der
Scherben aufgetragen und eingebrannt. Die Risse können dann
mit Aufglasurfarbe ausgefüllt werden und es erfolgt ein
weiterer Brand. (Heuschkel/Muche:
ABC Keramik, Leipzig 1975)
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Kunstharzglasur
- farbloses,
klares oder getrübtes, auch eingefärbtes, Kunstharz
(Epoxidharz, Alkydharz, Polyuretan...), das geeignet ist, auf
restauratorischen Ergänzungen die optischen Eigenschaften
einer Originalglasur zu imitieren und das reversibel ist.
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Lack
- farbloses,
klares oder getrübtes, auch eingefärbtes, Kunstharz
(Epoxidharz, Alkydharz, Polyuretan...), das mittels verschiedener
Verfahren auf eine Oberfläche aufgetragen, nach dem
Aushärten eine matte bis glänzende, mehr oder weniger
widerstandsfähige Beschichtung ergibt.
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Latex
- milchartige
Flüssigkeit, die aus tropischen Bäumen der Gattung
Hevea brasiliensis durch Anritzen der Rinde gewonnen wird und als
Grundstoff zur Herstellung von Naturkautschuk dient. Naturkautschuk
wird u.a. zur Herstellung von Formen eingesetzt.
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Leim
-
ursprünglich natürliche, heute auch synthetisch
hergestellte, Klebstoffe, die in der Holz- und Papierverarbeitung zur
Verklebung eingesetzt werden.
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Lösungsmittel
- allgemein
alle Stoffe, die andere Stoffe lösen können. Dabei
handelt es sich um organische und anorganische Flüssigkeiten,
die wiederum andere gasförmige, flüssige oder feste
Stoffe zur Lösung bringen können.
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Lösungsmalerei
-
Unterglasurdekoration unter Verwendung wässeriger
Lösungen von z.B. Nickelnitrat - braun, oder Ammoniummolybdat
schwarz mit gelblichen Rändern. Im Anschluß an den
Farbauftrag, der fasst unsichtbar ist, wird die Glasur aufgetragen und
der Gegenstand gebrannt. Die Lösungsmalerei wird danach
sichtbar und vermittelt den Eindruck einer Aquarellmalerei. (Heuschkel/Muche: ABC Keramik, Leipzig 1975)
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Majolika
-
Töpferware mit feinem, porösem, gelblichem Scherben,
der mit farbiger oder weißgetrübter Glasur, farbig
gestaltetem Anguß unter durchsichtiger Bleiglasur, aber auch
farbigen durchsichtigen Glasuren überzogen ist.
Ursprünglich über das spanische Mallorca nach Italien
kommend, übertrug sich die Bezeichnung der Keramik bis in das
16. Jahrhundert auch auf die gleichartige italienische Keramik.
Später entstand die Bezeichnung Fayence nach der aus Faenca
stammenden weißglasierten Keramik "alla porcellana". (Heuschkel/Muche: ABC Keramik, Leipzig 1975)
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Maßstab
-
Größenverhältnis zwischen zwei
gleichartigen Objekten (z.B. Urmodell und Reproduktion)
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Mehrfachbruch
- Entstehung
von mehr als zwei Bruchstücken beim zu Bruch gehen eines
Objektes.
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Modellieren
- Gestalten
einer plastischen (dreidimensionalen) Form mit einem bildsamen Material
(z.B. Ton) von Hand mit den Fingern oder unter Zuhilfenahme von
Modelierhölzern und -eisen.
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Muffelofen
- Brennofen,
der periodisch oder kontinuierlich betrieben wird und bei dem das
Brenngut durch wärmestrahlende Trennwände vor der
direkten Einwirkung der Flamme oder Heizwendel geschützt ist.
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Muschelgold
- Goldpulver
mit Gummi arabicum als Bindemittel, das früher auf
Muschelschalen gestrichen wurde und wasservermalbar ist.
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Nadelprobe
- dient der
Untersuchung von Glas, glasiertem Porzellan oder glasierter Keramik
nach restauratorischen Ergänzungen. Dazu wird eine Nadel mit
einem Neigungswinkel von etwa 45 grd mit leichtem Druck über
die Glasuroberfläche geschoben. Die Nadel wird in weichere
Ergänzungen eindringen und somit den Nachweis über
vorhandene restauratorische Eingriffe erbringen.
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Natriumsilikat
- Wasserglas,
wurde früher zum Kleben von Keramik verwendet, ist
irreversibel und für restauratorische Zwecke ungeeignet.
Wasserglas dient u.a. auch als Verflüssigungsmittel bei der
Herstellung von Gießschlickern.
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Ölfarben
-
sind Anstrichstoffe bei denen pflanzliche Öle mit oder ohne
Zusatz von Standölen als Bindemittel zum Einsatz kommen. In
der Porzellan- und Keramikrestaurierung wurde früher den
Künstlerölfarben mit saugfähigem Papier das
Öl entzogen und die zurückbleibende Pigmentpaste
farblosen Lacken zur Einfärbung zugesetzt, um Dekorretuschen
vorzunehmen. Diese aufwendige Vorgehensweise war eigentlich nicht
sinnvoll, da der Zusatz von Pulverpigment zu Klarlacken das gleiche
Ergebnis erbracht hätte.
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Opak
-
undurchsichtig, getrübt.
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Pigmente
- farbige,
weiße oder schwarze Pulver, die von einem Bindemittel benetzt
werden und eine Suspension bilden.
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Polierachat
- meist an
einem Holzgriff montierter Achatstein, der speziell geformt ist und
eine
sehr glatte Oberfläche besitzt; dient zur Politur von
vergoldeten Flächen.
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Porzellan
- ist ein
tonkeramischer Werkstoff mit einem dichten "weißen", leicht
transparenten Scherben mit oder ohne glasigem Überzug (Glasur).
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Porzellanweiß
-
werkstoffcharakteristische Farbwirkung, die kein reines Weiß
darstellt, sondern feinste Nuancierungen in den Farbrichtungen
weißblau, -gelb, -grün und -grau vermittelt.
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Quellvermögen
- die
Eigenschaft von Tonmineralen durch die Aufnahme von Wasser ihr Volumen
zu vergrößern.
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Restaurierung
- lat.
>restaurare< (Wiederherstellen). Schwerpunkte der
restauratorischen Tätigkeit sind:
-
das
Auswechseln von schadhaften Teilen,
-
das
Wiederzusammensetzen mit notwendigen Ergänzungen,
-
die
Rekonstruktion von Teilen nach Vorlage oder in Analogie,
-
die
Ergänzung eines Kunstwerkes aus statischen,
ästhetischen oder historischen Gründen.
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Retuschieren
- farbige
Ergänzung von Dekorfehlbereichen.
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Retuschierpinsel
- feine, in
der Zwinge dicker in kurzer Spitze auslaufender Haarkörper,
vorwiegend aus Kolinski Rotmarder.
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Retuschierpistole
-
Spritzpistole für feine Farbspritzarbeiten, die besonders
für kleinste Farbmengen und sehr feine
Dekorergänzungen geeignet ist - aufwendig zu reinigen.
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Schellack
- ein Harz,
das durch den Saugstich des Weibchens der Lackschildlaus in Baumzweige
gebildet wird - ein Teil der Baumsäfte wird hierbei in die
Harzbildung mit einbezogen. Der Schellack wurde früher bei der
Porzellan- und Keramikrestaurierung als natürliches Klebeharz
verwendet. Er ist braun bis hellgelb und alkohollöslich. (Heuschkel/Muche: ABC Keramik, Leipzig 1975)
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Sekundenkleber
- Cyanakrylatkleber
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Silikat
- Quarz und
Silikate sind die wichtigsten gesteinsbildenden Minerale. Etwa 94% der
Erde bestehen aus diesen Mineralien, deren Verwitterungsprodukte Ton
und Lehm, ebenfalls Silikate darstellen. Silikate bestehen aus SiO4 -
Tetraedern, die im Unterschied zum Quarz nicht an allen Ecken verbunden
sind.
Neben vielen
anderen Silikaten, die nicht nur in der Restaurierung als
Füllstoffe eingesetzt werden, ist auf ein Borosilikat, das
unter dem Handelsnamen "KOREST Silikat" für die
Porzellanrestaurierung angeboten wird hinzuweisen. Dieses Material hat
in Verbindung mit Hochtechnologie-Epoxidharzen optimale
chemisch-physikalische Eigenschaften zur Herstellung von
alterungsbeständigen Ergänzungsmassen für
Porzellan. Die farboptischen Eigenschaften entsprechen unter bestimmten
Bedingungen dem Porzellan. Auf Grund des
Korngrößenverhältnises des "KOREST Silikat"
besitzen daraus hergestellte Massen eine ausgezeichnete Bildsamkeit.
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Silikonknetmasse
- knetbare
Abdruckmasse, die durch Zumischen eines Aktivators vernetzt und im
formbaren Zustand originalgetreue Abdrücke von
dreidimensionalen plastischen Oberflächen, teilweise mit
Hinterschneidungen ermöglicht, die als Formen zur Reproduktion
eingesetzt werden können. Das Material besitzt im
ausgehärteten Zustand mittlere bis geringe
Elastizität und wird u.a. in der Porzellanrestaurierung
eingesetzt.
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Spachtelmasse
- jede Masse,
die geeignet ist Unebenheiten auszugleichen. Die Bezeichnung bezieht
sich darauf, das diese Masse in der Regel mit einem Spachtel
verarbeitet wird.
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Spannungen,
mechanische
- sind der
Ausdruck zur makroskopischen Beschreibung der in Stoffen oder
Oberflächen von Körpern wirkenden Kräfte.
Die Spannung, bei der ein Körper bricht, wird Bruchspannung
genannt. Die zulässige Spannung ist die bis zu der ein
Körper belastbar ist ohne Schaden zu nehmen.
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Spritzpistole
- im Gegensatz
zur Retuschierpistole, mittleres bis großes Gerät
zum gleichmäßigen Auftragen niederviskoser Medien
(Farben, Öle, Lösungsmittel...) mittels einer feinen
Düse und Druckluft.
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Sprung
-
unvollständiger Teilungsbruch von Glas oder Keramiken der
einerseits seine Ursache in form- oder temperaturwechselbedingten
Spannungen haben kann oder deren verursachende
Stoßkräfte für das vollständige
Entzweigehen zu gering waren.
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Stabilisator
- Stoff, der
reaktiven Substanzen oder solchen Substanzen zugemischt wird, die
Phasenumwandlungen (z.B.: fotochemische Prozesse) durchmachen. Ziel ist
dabei die Verhinderung unerwünschter Reaktionen wie
Farbveränderungen, Entmischungen u.s.w.
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Steingut
-
feinkeramisches Material mit porösem, gelblichem nicht
durchscheinendem Scherben. Stammt ursprünglich aus England
(Wedgwood) und ist eine Weiterentwicklung der ostasiatischen "Fayence". (Heuschkel/Muche:
ABC Keramik, Leipzig 1975)
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Steinzeug
- dichtes,
verglastes, keramisches Material mit braunem bis hellem, nicht
durchscheinendem Scherben und hoher mechanischer Festigkeit. In China
und Japan war es bereits vor dem Porzellan bekannt. Deutsche Beispiele
sind das Aachener salzglasierte Steinzeug aus dem 11. Jh. und das
Rheinische Steinzeug des 14. Jh. (Heuschkel/Muche:
ABC Keramik, Leipzig 1975)
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Terrakotta
- ital.
>gebrannte Erde<, ein keramisches Material aus Ton, der
zwischen 900°C und 1000 °C gebrannt wurde. Der
braunrote bis braune poröse Scherben ist wetterfest und nicht
durchscheinend. Charakteristische Beispiele sind Wandreliefs, figurale
Plastiken und Gefäße gewöhnlich ohne
Glasur. (Heuschkel/Muche: ABC
Keramik, Leipzig 1975)
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Trennmittel
-
flüssig oder puderförmig, wirkt es gegen ein
Verkleben von gleichartigen oder unterschiedlichen Materialien, ohne
deren Eigenschaften negativ zu beeinflussen. - Formenbau, Abformung
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Unterglasurmalerei
- Dekoration,
die z.B. mit Chrom- (grün) oder Kobaltverbindungen (blau) auf
den trockenen oder bei ca 900°C verglühten Scherben
aufgetragen wird und nach dem Glasurauftrag zwischen 1200°C und
1400°C unter der Glasur eingebrannt wird.
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Verdünnung
- ein
niederviskoses Medium, das geeignet ist, die Viskosität eines
höherviskosen Mediums herabzusetzen.
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Weichporzellan
-
flußmittelreiches Porzellan.
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Xylol
-
Dimethylbenzol, Lösungsmittel für Kunstharze,
Öle u.s.w.
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Yao
- chinesisch
>gebranntes<, die ursprüngliche Bedeutung bezog
sich allgemein auf Töpferware, bezeichnet aber mittlerweile
nur Porzellan. (Heuschkel/Muche:
ABC Keramik, Leipzig 1975)
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Zierporzellan
- Objekte aus
Porzellan, die ausschließlich dekorativen Ansprüchen
gerecht werden.
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Zwiebelmuster
- ein nach
ostasiatischen Motiven entstandenes Dekor, das seine Bezeichnung auf
Grund der Ähnlichkeit von Dekorelementen mit der Zwiebel
erhalten hat, tatsächlich handelt es sich bei dieser
Darstellung jedoch um Granatäpfel. Das in Europa
überwiegend in Kobaltblau gehaltene Dekor entstand um 1739.
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